Klausurenpad – Aktion startet im Sommersemester

In unserem Wahlinfo hatten wir die Einrichtung eines Klausurenpads angerichtet, also den Versuch online Klausurfragen zu sammeln und so eine bessere Vorbereitung für zukünftige Klausuren zu ermöglichen. Die Realisierung dieses Klausurenpads haben wir für das Sommersemester angesetzt. Wir sind der Meinung, daß wir bisher nur einen kleinen Teil der Studierenden an der Sowi – Fak erreicht haben und das für die Akzeptanz dieses Projekts noch Überzeugungsarbeit und die Ausarbeitung der inhaltlichen Position nötig sein wird.

Sowi.SDS gegründet!

Liebe Leute!

Dieses Semester tritt zum ersten Mal der Sowi.SDS bei den Wahlen zum Fachschaftsparlament der Sowi – Fakultät an. Der Sowi.SDS setzt sich aus den Sozialwissenschaften studierenden Mitgliedern von die Linke.SDS Göttingen zusammen. Die Entscheidung für das Sowi FSP zu kandidieren fiel uns nicht schwer, denn wir sind von verschiedenen Entwicklungen an der Sowi – Fakultät ziemlich genervt. Zum einen die Rücknahme von durch den Bildungsstreik erreichten Verbesserungen und zum anderen eine Häufung von Klausuren mit schlechten Durchschnittsnoten. Wenn wir für das FSP Sowi kandidieren, dann heißt das, daß wir zugleich aktiv werden wollen für unsere eigenen Interessen und die der Kommiliton*innen.
Eine Idee für konkrete Verbesserungen ist das Klausurenpad.

Brutaler Polizeieinsatz an der Universität Göttingen

Der RCDS Göttingen hatte für Dienstag, den 10.01. eine Veranstaltung mit Innenminister Uwe Schünemann und Göttingens Polizeipräsidenten Robert Kruse angemeldet. Zweck der Veranstaltung sollte die Unterstützung des Wahlkampfes des RCDS sein. Circa 100 Leute, darunter auch Mitglieder der Jungen Union und des RCDS wollten zu der Veranstaltung. Vor dem Vorlesungssaal ZHG 008, in dem diese stattfinden sollte, hatten sich jedoch ca. 400 Antifaschistinnen und Antifaschisten eingefunden, um den Besuchern den Zutritt zu verwehren. Dies klappte zunächst reibungslos: Die Leute, die vorne standen taten so, als ob sie selbst auch in den Saal wollten, gingen jedoch nicht weiter, mit der Begründung das Sicherheitspersonal ließe niemanden mehr hinein. Diese Form des friedlichen Protestes funktionierte anfangs einwandfrei.
Schon Stunden vorher hatte sich im und um das zentrale Hörsaalgebäude jedoch ein riesiges Polizeiaufgebot eingefunden, um die Veranstaltung zu „schützen“. Man konnte an dieser Stelle schon einmal sehr deutlich erkennen, wie „erwünscht“ der Herr Innenminister in der Uni eigentlich war. Es ist schon wirklich lächerlich, wenn ein Staatsmann solch eines Schutzes vor der eigenen Bevölkerung bedarf. Abgesehen davon stellte die massive Polizeipräsenz innerhalb der Uni eine ziemliche Provokation gegenüber den Studierenden dar.

Irgendwann, nachdem die Polizei die friedlichen Proteste eine Weile lang nur beobachtet hatte, kam offensichtlich der Befehl zur Räumung. Ungefähr vierzig bis fünfzig Polizisten stürmten mitten in die Menge der Protestierenden hinein und versuchten sie zurückzudrängen. Hierbei war es keine Seltenheit, dass DemonstrantInnen die Ellenbogen oder Fäuste der Staatsgewalt zu spüren bekamen. Diese wollten jedoch nicht so leicht aufgeben und drängten die PolizistInnen wiederum Richtung Hörsaal. Spätestens an dieser Stelle merkte man, wie überfordert die Beamtinnen und Beamten eigentlich waren. Keiner wusste so recht, wie er mit der Situation umgehen sollte; viele schlugen einfach wild um sich, ohne Rücksicht auf Verluste. Menschen wurden am Arm oder am Kopf gepackt, Brillen wurden ihnen von der Nase geschlagen, viele wurden an die Wand gedrückt oder weggeschubst. Einer der Polizisten zog sogar einem Protestierenden ein Transparent über den Kopf und zog dieses zu, sodass dieser keine Luft mehr bekommen konnte.
Die Brutalität des repressiven Staatsapparates wird hier wieder einmal mehr als deutlich. Man kann von Glück sagen, dass die Beamten wenigstens kein Pfefferspray einsetzten, was jedoch vermutlich nur daran lag, dass diese unbehelmt waren und sich in einem geschlossenen Raum befanden. Der Einsatz von Spray hätte sie also auch selbst getroffen. Die Studierenden bekamen die Aggressivität der Polizei jedoch trotzdem mehr als deutlich zu spüren.
Alles in allem war die Aktion m.E. dennoch ein voller Erfolg. Der Veranstaltungssaal wurde mehrere Stunden lang blockiert, sodass gerade mal 20 – 30 Leute dem Auftritt Schünemanns beiwohnen konnten. Auch innerhalb des Hörsaales gab es Störaktionen. Sowohl Herr Schünemann, als auch Herr Kruse werden es sich beim nächsten Mal zweimal überlegen, ob sie sich noch einmal in unsere Uni trauen!